«Memories of Alhambra»: Eine großformatige Uraufführung im Royal Opera House Muscat

Am 8. und 9. Mai 2025 präsentierte das Royal Opera House Muscat die Weltpremiere von «Memories of Alhambra» – ein groß angelegtes Spektakel, das Flamenco, arabisch-andalusische Musik und szenische Poesie vereinte. Die Produktion war eine zeitgenössische Hommage an eines der kraftvollsten Symbole der geteilten Geschichte zwischen Orient und Okzident.

Diese neue Produktion des Royal Opera House Muscat entstand in Zusammenarbeit mit der Compañía Flamenca Antonio Andrade, ArtesRed, dem Patronato de la Alhambra y Generalife, dem Arabic Ensemble unter der Leitung von Alaa Zouiten und der Orquesta Flamenca de Sevilla unter der Leitung von Graci del Saz.

Eine visuelle und klangliche Reise durch die Alhambra
Mit über 30 Künstlern auf der Bühne verwandelte das Spektakel die Bühne der omanischen Oper in eine lebendige Alhambra. Jede Szene rief einen ikonischen Raum des Granadiner Monuments hervor – den Löwenhof, den Generalife, die Halle der Könige, die Bäder von Comares – in einer wortlosen Dramaturgie, die durch Musik, Tanz und Erzählung gestaltet wurde. Vom zarten Vorspiel auf der Laute bis zum gemeinsamen Abschluss mit „La Tarara / Bent Bladi“ entfaltete sich das Spektakel wie ein bewegter Wandteppich: Flamenco und arabische Musik waren nicht als künstliche Fusion, sondern als tiefgreifende Geste gegenseitiger Anerkennung miteinander verwoben.

Künstlerische Architektur des Werks
Antonio Andrade, Gitarrist und Komponist, und Javier Andrade, Produzent und kreative Seele des Projekts, führten sowohl die musikalische Leitung als auch die künstlerische Gesamtvision des Spektakels. An ihrer Seite übernahm Alaa Zouiten die musikalische Leitung des arabischen Ensembles und brachte einen tiefgründigen und authentischen Ansatz für die Klangwelten des Maghreb und des Nahen Ostens ein. Graci del Saz leitete die Orquesta Flamenca de Sevilla mit technischer Eleganz und ausdrucksvoller Sensibilität durch jede musikalische Passage.

Die Choreografien wurden von Úrsula Moreno und José Galvañ geschaffen, die eine physische Sprache entwickelten, die an die Einzigartigkeit des Projekts angepasst war. Aufgrund der multikulturellen Natur des Werks erforderten viele Szenen eine spezielle choreografische Gestaltung, bei der nicht ausschließlich flamencotypische Elemente integriert wurden, um die arabische Musik, die visuelle Erzählung und die poetische Dimension des Spektakels kohärent zu begleiten.

Als Teil des kulturellen Austauschs, den das Werk vorschlägt, bereicherte die Teilnahme lokaler Künstler die Bühnenerfahrung. Der omanische Oud-Virtuose Ziyad Al Harbi integrierte sich mit authentischem Klang und tiefer Verbindung zu den musikalischen Wurzeln der Region in das Ensemble.
Der bekannte omanische Fernsehmoderator und Erzähler Qusai Mansoor übernahm die Rolle des Erzählers, führte das Publikum durch die Geschichte der Alhambra und spannte den emotionalen Bogen zwischen den einzelnen Szenen.

Eine Ovation, die Wege öffnet
Das Publikum des Royal Opera House Muscat reagierte mit Emotion und Respekt und beendete beide Aufführungen mit langen stehenden Ovationen, die die symbolische und künstlerische Dimension des Werks feierten. «Memories of Alhambra» präsentierte sich nicht als einfaches Spektakel, sondern als künstlerische Erklärung: eine Rückkehr zu den tiefsten Wurzeln des Flamenco, der in der arabischen Kultur eine seiner kraftvollsten Ursprungsquellen erkennt. Dieses Werk erzwingt keine Fusion, sondern hört auf das alte Echo eines Dialogs, der immer existiert hat.

In den Worten von Umberto Fanni, Generaldirektor des Royal Opera House Muscat:
„«Memories of Alhambra» wird zu einer bewegenden Erinnerung an die Kraft der Kunst, Brücken zwischen Geschichten, Kulturen und Identitäten zu schlagen. Das Royal Opera House Muscat bleibt seinem Engagement für den interkulturellen Dialog und die Bewahrung des künstlerischen Erbes durch erstklassige Produktionen treu.“

Diese Uraufführung markiert den Beginn einer neuen Phase für die Compañía Flamenca Antonio Andrade, die damit ihre internationale Berufung und ihr Engagement für einen tiefgründigen, lebendigen Flamenco bekräftigt, der in der Lage ist, mit der Welt in Dialog zu treten.«Memories of Alhambra» ist nur der erste Schritt einer Reise, die gerade erst begonnen hat.

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